? Denkanstöße für Dich & Deinen Hund von A-Z.

Heute F wie Futter.

Keine Sorge, allein ein kurzer Abriss über die verschiedene Arten des Fütterns und Hundefutter würde jeglichen Rahmen sprengen. Die Fütterung eine Hundes ist so individuell wie jeder Hund selbst und wie euer Leben.
Aber es gibt ein Phänomen, was mich zum Nachdenken anregt und wo ich euch gerne einen Tipp geben würde. Viele Menschen füttern ihre Hunde immer zu einer bestimmten Uhrzeit.
Ja, kann im Welpenalter und bei bestimmten Krankheiten sehr sinnvoll sein. Für alle anderen gilt eigentlich keine Zeitvorgabe und dennoch erlebe ich es jeden Tag, dass Kunden und Kundinnen von mir penibel genau nach der Uhrzeit schauen (oder nach Hause hetzen), weil der Hund gefüttert werden muss.
Was resultiert daraus? Unsere Hunde haben eine ausgeprägte „innere Uhr“. Es handelt sich hierbei zwar lediglich um einen Habitus, also eine Gewöhnung, aber nennen wir es mal „innere Uhr“. Nehmen wir eine meiner Hündinnen als Beispiel. Sie bekommt morgens und abends um 10.15 Uhr eine Tablettengabe. Ich KANN das niemals vergessen, weil sie JEDEN TAG um 10:10 Uhr vor mir steht oder liegend anfängt mit dem Schwanz zu schlagen, damit sie Aufmerksamkeit bekommt.
Was ist logisch und gesund für jeden Hund? Logisch und gesund ist es, wenn ein Hund nach dem größten Spaziergang am Tag sein Futter bekommt. Wir gucken mal kurz auf den Wolf (oder viele andere Wildtiere): Erst die Jagd, dann die Beute. Der Kreislauf ist ordentlich angekurbelt, die Magensäure ist bereit (daher sind viele kleine Portionen nicht ratsam, weil der Hund schnell übersäuert), es kommt eine große Ladung Futter, danach wird geschlafen. Ein perfektes, weil von der Natur vorgegebenes, System.
Was unlogisch ist, aber verständlich, weil uns diese Augen (siehe unten) in die Knie zwingen: Euer Hund bekommt etwas zu essen, weil ihr esst. Also beispielsweise Frühstück und danach geht es dann erst einmal los zu einem schönen Spaziergang. Der Hund hat den Magen voll, alles ist auf „Verdauen“ ausgelegt, aber ihr wollt jetzt in den Park. Volle Mägen können für Hunde die dann spielen seht gefährlich werden. Stichwort Magendrehung.
Mein Tipp: Löst euch von der Doktri, das ein Hund zu einer bestimmten Uhrzeit fressen muss. Er frisst nach der größten Auslastung des Tages und dann wird geruht. Ihr seid freier und euer Hund ist freier, weil er nicht in Stress verfällt, wenn mal was anders ist als sonst.

P.S.: Und jetzt kommts dicke, aber beginnt eben auch mit einem F. Fasten ist für Hunde genau so gesund wie für Menschen. Wenn euer Hund morgens gelbe Galle hervorwürgt, keine Panik, das ist häufig dann so, wenn der Magen einfach mal leer ist 😉 Hier und da mal einen Fastentag einzubauen kann sich sehr gut auf die Gesundheit eures Hundes auswirken. Wenn ihr mehr Infos braucht, schreibt mir.

Habt einen schönen Tag!
Eure Svenja – Team Eingenordet ?